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Cover: Medien der Unmitelbarkeit

Medien der Unmittelbarkeit
Dingkonzepte und Wahrnehmungstechniken 1918-1939

Medialität scheint Unmittelbarkeit per definitionem auszuschließen—und doch ist es gerade die Frage nach ihrem Zusammenhang, die in den 1920er und 1930er Jahren zum Brennpunkt und zur Antriebskraft der medientheoretischen Debatten avanciert. Die vorliegende Studie zeichnet diese Entwicklung anhand von Texten und Bildprogrammen nach, in denen die Beziehung zwischen alltäglicher Dingwelt, technischen Apparaturen und menschlicher Sinneswahrnehmung auf historisch neue Weise konzipiert und in Szene gesetzt wird. Sie zeigt auf, wie sich in wechselnden Modellierungen dieses Spannungsfelds—so etwa bei Balázs, Arnheim, Heider, Moholy-Nagy und Benjamin—eine weit verzweigte Reflexion über „Medien der Unmittelbarkeit“ zu entfalten beginnt und rekonstruiert die Spuren und Ausläufer dieses diskursiven Phänomens mit Blick auf seine rhetorischen Figurationen, epistemologischen Implikationen, materiellen Bedingungen und ästhetischen Konsequenzen. Zutage tritt dabei eine Konstellation, durch die ein neues Licht auf die begriffliche Genealogie des Medialen in der Moderne fällt.

Wilhelm Fink, 2009. Ca. 256 Seiten, ca. 22 Abb., kart., ca. EUR 32.90.

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